Social-Media-Redaktionsplan: kostenlose Vorlage und Anleitung in 7 Schritten

Mit dieser Vorlage für den Social-Media-Redaktionsplan behalten Sie Themen, Kanäle, Termine und Freigaben im Blick – inklusive Anleitung in 7 Schritten und einer ausgefüllten Beispiel-Woche.

Von Wisppilot7 Min. Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

Ein Social-Media-Redaktionsplan ist der Unterschied zwischen „Wir müssten mal wieder was posten“ und einem Kanal, der jede Woche zuverlässig läuft. Er zeigt auf einen Blick, was wann auf welchem Kanal erscheint, wer dafür zuständig ist und ob der Beitrag schon freigegeben ist.

In diesem Artikel bekommen Sie eine kostenlose Vorlage zum Kopieren, eine Anleitung in 7 Schritten und eine ausgefüllte Beispiel-Woche. Am Ende zeigen wir, wie Sie den Plan mit möglichst wenig Aufwand füllen.

Was ist ein Social-Media-Redaktionsplan?

Ein Redaktionsplan für Social Media ist eine Übersicht aller geplanten Beiträge – meist als Tabelle oder Kalender. Für jeden Beitrag steht fest:

  • wann er erscheint (Datum und Uhrzeit),
  • wo er erscheint (Instagram, TikTok, LinkedIn, Facebook …),
  • was er zeigt (Thema, Format, Text, Bild oder Video),
  • wer ihn erstellt und freigibt,
  • und wie weit er ist (Idee, in Arbeit, freigegeben, geplant, veröffentlicht).

Davon zu unterscheiden ist der Themenplan: Er legt grob fest, welche Themen, Kampagnen und Anlässe in einem Monat oder Quartal vorkommen. Der Redaktionsplan macht daraus konkrete Beiträge.

Warum sich ein Redaktionsplan lohnt

  • Regelmäßigkeit. Sie posten in einem festen Rhythmus statt nur dann, wenn gerade Zeit ist.
  • Weniger Stress. Themen und Material stehen fest, bevor der Termin kommt – kein spontanes Suchen nach Ideen.
  • Bessere Inhalte. Sie sehen, ob die Mischung stimmt: nicht nur Werbung, sondern auch Tipps, Einblicke und Geschichten.
  • Klare Zuständigkeiten. Jeder weiß, wer welchen Beitrag erstellt und freigibt.
  • Lernen aus Ergebnissen. Wenn Sie Reichweite oder Interaktionen festhalten, erkennen Sie, welche Themen und Formate funktionieren.

Die Vorlage: diese Spalten braucht Ihr Redaktionsplan

Kopieren Sie die folgende Tabelle in Excel, Google Sheets oder Numbers – jede Zeile ist ein Beitrag. Die Pflichtspalten reichen für den Start; die optionalen Spalten lohnen sich, sobald mehrere Personen mitarbeiten.

Spalte Pflicht? Was hier hineingehört
Datum Ja Tag der Veröffentlichung
Uhrzeit Ja Geplante Uhrzeit, idealerweise passend zu den Aktivzeiten Ihrer Follower
Kanal Ja Instagram, TikTok, LinkedIn, Facebook, YouTube …
Format Ja Reel, Karussell, Bild-Post, Story, Kurzvideo, Textbeitrag
Content-Säule Optional Die Rubrik, z. B. Tipp, Produkt, Einblick, Kundenstimme, Aktion
Thema / Kernaussage Ja Worum geht es – in einem Satz
Hook Optional Der erste Satz bzw. die ersten Sekunden, die zum Weiterlesen oder -schauen bringen
Text / Bildunterschrift Ja Der fertige Text oder ein Link zum Entwurf
Material Ja Bild, Grafik oder Video – mit Link zur Datei
Call-to-Action / Link Ja Was soll die Person tun? Website, Termin, Kommentar …
Hashtags Optional Für Instagram und TikTok
Verantwortlich Ja Wer erstellt den Beitrag?
Status Ja Idee · In Arbeit · Zur Freigabe · Freigegeben · Geplant · Veröffentlicht
Freigabe Optional Wer hat wann freigegeben?
Ergebnis Optional Reichweite, Interaktionen, Klicks – nach 7 Tagen eintragen

Tipp für die Tabelle: Legen Sie für Kanal, Format, Content-Säule und Status Auswahllisten (Datenüberprüfung) an. Dann bleiben die Einträge einheitlich, und Sie können später filtern, etwa „alle Reels mit Status Zur Freigabe“.

Beispiel: eine ausgefüllte Woche

So könnte eine Woche für ein kleines Café mit Online-Shop aussehen:

Tag Kanal Format Content-Säule Thema Call-to-Action Status
Montag Instagram Reel Einblick So rösten wir unseren Hauskaffee Profil folgen Geplant
Dienstag LinkedIn Textbeitrag Team Neue Kollegin in der Rösterei Kommentar Zur Freigabe
Mittwoch Instagram Karussell Tipp 5 Fehler beim Kaffee zu Hause Beitrag speichern Freigegeben
Donnerstag TikTok Kurzvideo Produkt Neue Herbstsorte im Test Link zum Shop In Arbeit
Freitag Instagram, Facebook Bild-Post Aktion Wochenend-Angebot im Café Vorbeikommen Idee

Fünf Beiträge, vier Kanäle, vier verschiedene Content-Säulen – und auf einen Blick ist klar, was noch fehlt.

Redaktionsplan erstellen in 7 Schritten

1. Ziele festlegen

Was soll Social Media leisten? Mehr Anfragen, mehr Besuche im Laden, Bewerbungen, Bekanntheit? Wählen Sie ein bis zwei Hauptziele. Sie entscheiden später, welche Themen und Calls-to-Action in den Plan kommen.

2. Zielgruppe und Kanäle wählen

Planen Sie nur für die Kanäle, auf denen Ihre Zielgruppe wirklich unterwegs ist – und die Sie dauerhaft bespielen können. Zwei gut gepflegte Kanäle bringen mehr als fünf, die nach drei Wochen einschlafen.

3. Content-Säulen definieren

Legen Sie drei bis fünf wiederkehrende Rubriken fest, zum Beispiel: Tipps und Wissen, Produkte und Angebote, Blick hinter die Kulissen, Kundengeschichten, Team. So entsteht eine gute Mischung, und Ihnen gehen die Ideen nicht so schnell aus.

4. Frequenz und feste Termine bestimmen

Entscheiden Sie, wie oft Sie pro Kanal posten – und zwar so, dass es auch in vollen Wochen realistisch bleibt. Feste Sendeplätze („Mittwoch = Tipp-Karussell“) machen die Planung deutlich leichter.

5. Themen sammeln und Anlässe eintragen

Tragen Sie zuerst feste Anlässe ein: Feiertage, Aktionstage wie Valentinstag, Muttertag oder Black Friday, Messen, Produktstarts, Jubiläen. Füllen Sie den Rest mit Themen aus Ihren Content-Säulen. Gute Quellen sind häufige Kundenfragen, Ihre Website und Beiträge, die früher gut funktioniert haben.

6. Produktion und Freigabe organisieren

Arbeiten Sie in Blöcken: an einem Tag Texte schreiben, an einem anderen Bilder und Videos erstellen. Legen Sie fest, wer freigibt und bis wann – zum Beispiel immer bis Donnerstag für die folgende Woche.

7. Beiträge einplanen und auswerten

Planen Sie freigegebene Beiträge direkt ein, etwa in der Meta Business Suite oder einem Planungstool – so müssen Sie nicht zur Uhrzeit online sein. Tragen Sie nach etwa einer Woche die Ergebnisse ein und schauen Sie einmal im Monat: Welche Themen und Formate laufen gut? Davon mehr in den nächsten Plan.

Excel, Google Sheets oder Tool?

Lösung Vorteile Grenzen
Excel / Google Sheets Kostenlos, flexibel, schnell eingerichtet Inhalte müssen trotzdem separat erstellt und gepostet werden
Projekt-Tools (z. B. Trello, Notion) Gut für Teams und Freigaben, Kalender- und Board-Ansicht Veröffentlichen müssen Sie woanders
Meta Business Suite Kostenlos, plant direkt für Instagram und Facebook Nur für Meta-Kanäle
Social-Media-Planungstool Planung und Veröffentlichung auf mehreren Kanälen an einem Ort Je nach Tool fehlt die Erstellung der Inhalte

Für viele kleine Teams ist die Kombination sinnvoll: Themenplan in der Tabelle, Veröffentlichung im Tool.

Den Redaktionsplan füllen – mit Wisppilot

Die Vorlage ist schnell angelegt. Schwieriger ist es, sie Woche für Woche mit guten Beiträgen zu füllen. Genau dabei hilft Wisppilot, ein KI-Social-Media-Manager:

  • Themenideen jeden Monat. Aus Ihrem Unternehmensprofil entsteht eine monatliche Themensammlung – inklusive Erinnerungen an Feier- und Aktionstage.
  • Inhalte im Markenlook. Der KI-Video-Generator erstellt Kurzvideos mit Skript, Sprecherstimme, Untertiteln und Musik; der KI-Generator für Social-Media-Posts gestaltet Bild-Posts mit Ihrem Logo und Ihren Farben, inklusive Bildunterschrift und Hashtags.
  • Freigabe im Dashboard. Jeder Beitrag wartet auf Ihr OK. Änderungen wünschen Sie sich in eigenen Worten.
  • Einplanen und veröffentlichen. Freigegebene Beiträge planen Sie für bis zu 10 Netzwerke ein, darunter Instagram, TikTok, LinkedIn, YouTube und Facebook – mehr dazu auf der Seite Instagram-Beiträge planen.

Das Verbinden Ihrer Social-Media-Konten und die automatische Veröffentlichung gehören zu den kostenpflichtigen Tarifen (Preise). Wie viel Arbeit ein KI-Social-Media-Manager kleinen Teams abnimmt, lesen Sie in unserem Leitfaden KI-Social-Media-Manager für Startups.

Typische Fehler im Redaktionsplan

  • Zu viel auf einmal. Ein Plan mit täglichen Beiträgen auf fünf Kanälen sieht gut aus, hält aber selten länger als einen Monat.
  • Nur Werbung. Wenn jeder Beitrag etwas verkaufen will, sinkt das Interesse. Mischen Sie Tipps, Einblicke und Geschichten dazu.
  • Keine Zuständigkeit. Ohne Namen in der Spalte „Verantwortlich“ fühlt sich niemand angesprochen.
  • Freigabe in letzter Minute. Planen Sie einen festen Freigabetermin ein, sonst wird aus „geplant“ schnell „verschoben“.
  • Nie auswerten. Ohne Ergebnis-Spalte wiederholen Sie Fehler und verpassen, was gut funktioniert.

Fazit

Ein guter Social-Media-Redaktionsplan braucht kein teures Tool: Eine Tabelle mit den Spalten aus unserer Vorlage, drei bis fünf Content-Säulen und ein realistischer Rhythmus reichen für den Anfang. Wenn das Erstellen der Beiträge zum Engpass wird, übernimmt ein KI-Social-Media-Manager wie Wisppilot Ideen, Produktion und Einplanung – Sie geben nur noch frei.

Häufige Fragen zum Social-Media-Redaktionsplan

Was gehört in einen Social-Media-Redaktionsplan?

Mindestens: Datum und Uhrzeit, Kanal, Format, Thema, Text bzw. Bildunterschrift, Bild oder Video, Call-to-Action, verantwortliche Person und Status. Viele Teams ergänzen Content-Säule, Ziel, Hashtags, Freigabe und Ergebnis.

Was ist der Unterschied zwischen Themenplan und Redaktionsplan?

Der Themenplan legt grob fest, welche Themen und Anlässe in einem Monat oder Quartal vorkommen. Der Redaktionsplan macht daraus konkrete Beiträge: mit Termin, Kanal, Format, Text, Material und Zuständigkeit.

Wie weit im Voraus sollte ich planen?

Bewährt hat sich ein grober Themenplan für ein Quartal und ein detaillierter Redaktionsplan für die nächsten zwei bis vier Wochen. So bleiben Sie verlässlich und können trotzdem auf aktuelle Ereignisse reagieren.

Reicht Excel als Redaktionsplan?

Für den Anfang ja. Eine Tabelle in Excel oder Google Sheets ist kostenlos und flexibel. Sobald mehrere Personen freigeben oder Sie viele Kanäle bespielen, spart ein Planungstool Zeit, weil Planung und Veröffentlichung an einem Ort passieren.

Wie oft sollte ich auf Social Media posten?

So oft, wie Sie es dauerhaft in guter Qualität schaffen. Ein gleichmäßiger Rhythmus über Monate bringt mehr als eine Woche mit vielen Beiträgen und danach Funkstille. Prüfen Sie in den Statistiken Ihrer Kanäle, was funktioniert, und passen Sie die Frequenz an.

Kann Wisppilot meinen Redaktionsplan füllen?

Ja. Wisppilot erstellt aus Ihrem Unternehmensprofil jeden Monat eine Sammlung von Themenideen, erinnert an Feier- und Aktionstage, produziert Videos und Bild-Posts im Markenlook und plant sie nach Ihrer Freigabe ein.

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